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N.E.P. / NEP /nEP - Nur Einheitspreis

Ist die Abkürzung N.E.P / NEP / nEP amtlich?

Die Abkürzung N.E.P. ("Nur Einheitspreis") ist quasi amtlich.

Sie wird verwendet, um im Leistungsverzeichnis bei Bedarfspositionen (Eventualpositionen) die Spalte der Positionssumme zu sperren. Die Positionssumme geht somit nicht in die Angebotsendsumme ein.

Das hat auch der BGH schon vor längerer Zeit so gesehen (Az. VII ZR 10/01 vom 23.01.2003):
"Es ist verbreitet, mit der Abku?rzung "nEP" Eventualpositionen zu bezeichnen, das heißt solche Vertragspositionen, bei denen bei Ausschreibung noch nicht feststeht, ob und in welchem Umfang die beschriebenen Leistungen für die Durchführung des Bauvorhabens erforderlich werden. Die Entscheidung über die Ausführung dieser Positionen trifft der Auftraggeber erst zu einem späteren Zeitpunkt."

In Ausschreibungen nicht-öffentlicher Auftraggeber findet man allerdings immer wieder Bedarfspositionen (Eventualpositionen), bei denen die Spalte nicht gesperrt ist. Dies führt zu Verzerrungen der Angebotssumme.

Das VHB (Vergabe- und Vertragshandbuch für die Baumaßnahmen des Bundes (Bundeshochbau)) ist hinsichtlich der Verwendung von Bedarfspositionen sehr deutlich. Dort heißt es in den "Allgemeinen Richtlinien Vergabeverfahren" (100) unter Ziffer 4.6:

"Wahl- und Bedarfspositionen dürfen weder in das Leistungsverzeichnis noch in die übrigen Vergabeunterlagen aufgenommen werden."